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Frage: trotz Abpumpen immer weniger Milch

Hallo, meine Tochter ist jetzt 11 Wochen alt. Seit der Geburt (Kaiserschnitt wg. Steißlage) habe ich Probleme mit meiner Milch - ich habe bislang immer zuwenig, weswegen meine Kleine nach dem Anlagen immer noch ein Fläschchen bekommt. Bis vor zwei Wochen konnte ich in Summe 60ml abpumpen, mittlerweile bin ich bei etwa 20-30ml, wobei das meiste nur von der linken Brust kommt. Meine Kleine will an der Brust fast gar nicht mehr trinken, weil da anscheind nix rauskommt bzw. hab ich das Gefühl, dass mein Milchspendereflex nicht immer gleich funktioniert. Falls ich es doch schaffe, meine Kleine links anzulegen, dann saugt sie kurz (etwa 3 Min. wenn überhaupt), dann wird sie knallrot und schreit wie wild. Von der rechten Brust will sie überhaupt nichts mehr wissen. Geb ich ihr dann ihr Fläschchen, ist sie zufrieden. Nun meine Frage, soll ichs mit der Muttermilch aufgeben (was ich ja gar nicht will, sondern im Gegenteil) oder was soll ich bloss tun???? Wenn nicht bald mal mehr Milch rauskommt, wird sie gar nicht mehr saugen wollen bei mir. Obwohl ich fast alle 3 Stunden nach dem Füttern (und versuchten Anlegen) abpumpen tue, wird die Milch immer weniger, was ich irgendwie nicht verstehen kann. Irgendwas mache ich wohl falsch, oder????


Antwort:

Liebe Sandra! Gratuliere zur Geburt deiner Prinzessin. Ein Kaiserschnitt ist eine große Herausforderung für Mutter und Kind. Selten wird Kaiserschnittmütter noch im Aufwachraum im OP - innerhalb der prägenden Bondingphase (=Verbindung aufnehmen von Mutter und Kind und umgekehrt) mit Hilfe einer Hebamme oder Kinderschwester ihr Kind an beiden Brüsten angelegt werden. Das bedeutet gleich zu Beginn einen schwierigeren Stillstart für beide. Weiters blutet eine Frau während eines Kaiserschnittes wesentlich mehr als eine Frau nach einer Spontangeburt und deshalb ist der Körper einer Kaiserschnittfrau schon sehr geschwächt. Oft kommt es aufgrund des erhöhten Blutverlustes zu einem verspäteten Milcheinschuss und die Milchbildung muss zusätzlich angeregt werden. Ich empfehle dir Kontakt mit einer engagierten Hebamme oder Stillberaterin aufzunehmen, damit du optimal in Sachen Stillen betreut werden kannst. Die Hebamme wird darauf achten, dass du dein Baby korrekt anlegst und dir auch Tipps für eine bessere Milchproduktion geben. In meinem Buch LUST AUFS GEBÄREN habe ich dem Thema Stillen ganz viele Seiten gewidmet. Ich empfehle dir täglich eine Kraftsuppe, Mohnprodukte, Kürbiskerne zu essen. Marillensaft und/oder ein Gläschen Sekt und ein guter Stilltee kurbeln die Milchproduktion auch an. Ganz wichtig ist auch, dass du dir ausreichend Ruhe gönnst und dir eine Unterstützung im Haushalt organisierst. In meiner Produktlinie gibt es einen Still-Sirup, ein Still-Öl und einen Still-Tee. Diese Produkte haben ganz vielen Frauen und auch mir vor 16 Jahren beim Stillen meiner Zwillinge (ich habe sie 7 Monate voll gestillt) geholfen gut Milch zu fördern. Auf meiner Homepage www.hebamme-traude-trieb.at kannst du dir den Leitfaden und die Preisliste meiner Produktlinie herunterladen und es dir online bestellen. Ganz viel Kraft & Energie schickt Hebamme Traude Trieb

Experte: Traude Trieb



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