Kinderkrankheiten

Kinderkrankheiten
Foto: PantherMedia/djedzura / Author: Eva Sorantin


Im Winter und im Frühling hat Scharlach wieder Hochsaison. Leider gibt es noch keine Schutzimpfung dagegen, dabei ist Scharlach alles andere als ein Kinderspiel. Eine frühe Diagnose dieser ernst zu nehmenden Erkrankung und eine fachgerechte Therapie helfen, Komplikationen zu vermeiden...

Die Scharlach-Infektion wird durch Streptokokken-Bakterien hauptsächlich per Tröpfchen, d.h. durch Husten und Niesen etc. übertragen. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, ist mit zwei bis vier Tagen relativ kurz. Betroffen sind hauptsächlich Schul- und Vorschulkinder.

Anzeichen für Scharlach:

  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und schnell steigendes Fieber kennzeichnen den Krankheitsbeginn

  • Der Rachen ist rot und geschwollen, auf den Mandeln befinden sich gelbe Eiterpunkte. Die Kinder haben einen unangenehmen Mundgeruch. Die Lymphknoten am Hals sind stark geschwollen. Schnupfen und Ohrenschmerzen können dazu kommen.

  • Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen können dazu kommen

  • Die weiß belegte Zunge rötet sich ab dem dritten oder vierten Krankheitstag himbeerfarben (Himbeerzunge), und die Zungenbläschen schwellen an.

  • Der Ausschlag wird erst zwei bis drei Tage nach den ersten Krankheitszeichen sichtbar. Beginnend in den Armbeugen und Leisten bereitet er sich über den ganzen Körper aus. Die Wangen sind auffällig rot, die Mundpartie weiß. Die Ursache des Ausschlags sind bestimmte Giftstoffe (so genannte Toxine), die die Bakterien produzieren. Nach drei bis fünf Tagen verschwindet der Ausschlag wieder und ein bis drei Wochen später schält sich die Haut, vor allem an Händen und Füßen. 


Diagnose:

Um lebenslange Erkrankungen an Leber, Nieren oder Gelenken zu vermeiden, gehen Sie mit Ihrem Kind sofort zum Arzt, wenn Sie Scharlach vermuten. Der Arzt trifft seine Diagnose nach dem Krankheitsbild und macht ggf. einen Rachenabstrich.

Behandlung:

Scharlach wird mit Antibiotika behandelt. Zwei Tage nach der ersten Einnahme besteht keine Ansteckungsgefahr mehr, nach einer Woche ist die Krankheit ausgestanden. Ohne Antibiotika bleibt das Kind drei bis vier Wochen krank und auch ansteckend. Gegen die Halsbeschwerden helfen Gurgellösungen mit Salz oder Salbei, gegen hohes Fieber am besten fiebersenkende Medikamente verabreichen und Wadenwickel machen.

Die schlechte Nachricht: Scharlach kann man öfters bekommen, es entsteht keine Immunisierung, weil es viele verschiedene Streptokokkenarten gibt.