40 Schwangerschatfswochen - das Wichtigste im Überblick

40 Schwangerschatfswochen - das Wichtigste im Überblick
Foto: shutterstock/Subbotina-Anna


Ein neues Leben hat begonnen... schon läuft der Countdown. Neun Monate haben die werdenden Eltern Zeit, sich auf den neuen Erdenbürger einzustellen. Das ist gut so, denn es gibt jede Menge zu tun: Vorsorgetermine, Behördenwege, Schwangerschaftsgymnastik, Shoppingtouren... Der folgende NEW MOM-Schwangerschaftsfahrplan soll Mamis in spe helfen den Überblick zu bewahren!


1.-4. Woche: Der Urknall

  • Baby: Die embryonale Entwicklung beginnt mit dem 9. Tag nach der Befruchtung und ist am Ende der 4. Schwangerschaftswoche (SSW) abgeschlossen. Die Eizelle hat sich in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet. Alle Anlagen sind ausgebildet, der Embryo misst etwa zwei Millimeter. 
  • Mama: Sie wissen wohl noch nichts von Ihrer neuen Rolle. Übelkeit, Kreislaufprobleme, spannende Brüste und Ziehen im Unterbauch können aber schon auftreten.

 

4.-8. Woche: Der Test

  • Baby:  Rasant entwickelt sich das neue Leben. Am Ende der 5. SSW wird das Gehirn angelegt, das Herz beginnt zu schlagen. Bald zeigt der Embryo Ansätze von Armen und Beinen, er misst knapp 15 Millimeter. 
  • Mama: Mittlerweile haben Sie einen Schwangerschaftstest gemacht. Die heikle Frage "Wem sage ich es zuerst" steht an: dem Partner - oder doch der Freundin? Auf jeden Fall sollten Sie einen Termin beim Gynäkologen vereinbaren. 
  • Vorsorge: Bei der ersten Mutter-Kind-Pass-Untersuchung (MKP) wird der Sitz der Schwangerschaft festgestellt, manchmal auch schon das genaue Schwangerschaftsalter bestimmt. Eine Blutuntersuchung ermittelt Blutgruppe, Rhesusfaktor und Antikörper (Toxoplasmose, Röteln und HIV).
  • Termine: Legen Sie dem Arbeitgeber ehebaldigst eine ärztliche Bescheinigung über Schwangerschaft und voraussichtlichen Geburtstermin vor. Ab nun gilt für Sie das Mutterschutzgesetz!

 

8.-12. Woche: Immer noch ein Geheimnis?

  • Baby: Das Gehirn wächst: Pro Minute entstehen 100.000 Nervenzellen! Gegen Ende des Monats ist das Ungeborene rund sechs Zentimeter groß; es strampelt, dreht sich um die eigene Achse. Die Organe sind fertig ausgebildet, der Verdauungsapparat arbeitet.
  • Mama: Wen Sie in Ihr süßes Geheimnis einweihen, ist eine Geschmacksfrage. Zuwarten macht aber Sinn, da die sensible Phase der Schwangerschaft erst Ende des dritten Monats abgeschlossen ist!

 

12.-16. Woche: Hurra, ich wachse!

  • Baby: Bis Ende des Monats versechsfacht das Baby sein Gewicht auf 150 Gramm. Es gähnt, runzelt die Stirn und schmatzt mit den Lippen.
  • Mama: Die Gefahr einer Fehlgeburt wird deutlich geringer. Ihr Körper hat sich an die Hormonumstellung gewöhnt, Müdigkeit, Übelsein und Erbrechen verschwinden meist. Zeit sich zu entspannen!
  • Vorsorge: In der 13. bis 14. SSW kann bei einem Spezialultraschall die Nackentransparenz des Kindes gemessen werden. In Kombination mit einem Bluttest ermittelt das so genannte Frühscreening die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung (Trisomie 21)!
  • Termine: Gehen Sie zum Zahnarzt. Suchen Sie bereits jetzt eine Hebamme, wenn Sie bei bzw. nach der Entbindung individuell betreut sein wollen. Nun wird es auch Zeit, dem Geschwisterchen in spe den Familienzuwachs anzukündigen.

 

16.-20. Woche: Baby hört mit!

  • Baby: Das Ungeborene nimmt von jetzt an Geräusche wahr. Die Hände können greifen, manchmal lutscht das Baby am Daumen. Es ist schon 20 Zentimeter groß! 
  • Mama: Langsam spüren die meisten werdenden Mütter ihr Baby! Beginnen Sie sich regelmäßig einzucremen, um Dehnungsstreifen vorzubeugen. Jetzt ist die beste Zeit für einen erholsamen Urlaub, vielleicht sogar mit Wellness? 
  • Vorsorge: Zwischen 18. und 20. SSW steht die interne Untersuchung, in der 20. bis 21. SSW der zweite MKP-Ultraschall an.
  • Termine: Melden Sie sich für einen Geburtsvorbereitungskurs an, beginnen Sie mit Gymnastik, Bauchtanz oder Yoga für Schwangere!


20.-24. Woche: Eine runde Sache!

  • Baby:  Baby schläft wie ein Neugeborenes und reagiert auf Stress, etwa mit Verlangsamung seiner Aktivitäten. Ab der 23. SSW hätte es bereits Überlebenschancen. Achtung: Wenn Sie länger als 24 Stunden keine Kindesbewegungen spüren, gehen Sie zum Arzt!
  • Mama: Lust auf eine Reise? Fliegen ist (noch) kein Problem; am meisten Bewegungsfreiheit genießen werdende Mütter aber in der Bahn.
  • Vorsorge: Häufigster Grund für eine Frühgeburt sind Krankheitserreger, die über die Scheide zum Uterus aufsteigen - ein Abstrich klärt, ob alles in Ordnung ist.

 

24.-28. Woche: Der Bauch wächst!

  • Baby: Das Skelett des Ungeborenen ist vollständig aufgebaut. Wenn das Baby wach ist, öffnet es die Augen - und auf ungewohnten Lärm reagiert es mit schnellerem Herzschlag. 
  • Mama: Gehen Sie beim Heben in die Knie, eine aufrechte Wirbelsäule hält mehr aus! Überlastung kann sich als Ziehen im Bauch bemerkbar machen - gönnen Sie sich Ruhe.
  • Vorsorge: In der 25. SSW steht eine MKP-Untersuchung (samt Blutbild) an.
  • Termine: Acht Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin beginnt der Mutterschutz; Sie haben nun Anspruch auf Wochengeld. Informieren Sie sich schon jetzt über Karenz und Kinderbetreuungsgeld!

 

28.-32. Woche: Langsam wird es eng

  • Baby: Das Baby hat kräftig zugelegt: auf rund 27 Zentimeter und 1300 Gramm. Alle Sinnesorgane funktionieren, ab der 30. SSW könnte ein Frühchen selbstständig atmen.  
  • Mama: Die Gebärmutter bereitet sich durch "Übungswehen" auf die Geburt vor. Der Bauch wächst jetzt schnell, die meisten Frauen klagen über Sodbrennen, Krampfadern etc.
  • Vorsorge: Neben der MKP-Untersuchung (30.–31. SSW) empfiehlt sich in der 28. bis 32. SSW ein Ultraschall-Organscreening. Bei Problemen kann das Kind früher behandelt werden!
  • Termine: Spätestens jetzt sollten Sie Informationsabende besuchen und sich zur Geburt in einem Spital anmelden.

 

32.-36. Woche: Endspurt

  • Baby: Körperlich ist das Baby fast ausgewachsen, sein Gehirn wächst noch weiter. Es wiegt nun zweieinhalb bis dreieinhalb Kilo und ist etwa 45 Zentimeter groß. 
  • Mama: Der Druck auf die Blase, Rücken- und Beinschmerzen können den Schlaf rauben. Senkwehen helfen dem Baby, tiefer ins kleine Becken zu rutschen.
  • Termine: Schauen Sie sich rechtzeitig nach einem guten Kinderarzt um und planen Sie Geburt und die erste Zeit zu Hause: Kann Papa (Pflege-)Urlaub nehmen? Wer betreut ältere Geschwister?

 

36.-40. Woche: Der Countdown läuft!

  • Baby: Ihr Meisterwerk ist nun fertig. Es wächst nicht mehr, nimmt aber täglich 20 bis 30 Gramm zu.
  • Mama: Die meisten Schwangeren sehnen schon die Geburt herbei. Wann es ernst ist? Echte Wehen verstärken sich durch ein warmes Bad, Übungs-Kontraktionen verschwinden durch Entspannung. 
  • Vorsorge: Ab zur letzten MKP-Untersuchung! (35.–37. SSW)


So, das war’s dann auch schon. Ihnen ist ein bisschen schwindlig geworden ob der geballten Flut an Terminen, Fristen und Untersuchungen? Keine Sorge: Spätestens beim Anblick Ihres Babys sind alle "Formalia" vergessen!

Nützliche Links

www.hebammen.at
www.arbeiterkammer.at
www.help.gv.at
www.kinderbetreuungsgeld.gv.at


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