Babyliste einmal anders

Babyliste einmal anders
Foto: Juergen Faelchle/Shutterstock


Ich wollte herausfinden, welche Produkte Mama und Baby den Start ins gemeinsame Leben erleichtern können.

Aber Achtung: Die folgenden Einkaufstipps erheben keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit. Was man unbedingt braucht oder sich als völlig überflüssig erweist, ist natürlich immer subjektiv. Ich habe zusammengetragen, was mir praktisch und nützlich erschien. Vielleicht ist die eine oder andere Anregung für Sie dabei.


1. Schlafen

Neben Gitterbett, Wiege oder Elternbett gibt es jetzt eine praktische Alternative: Das "babybay"-Bettchen kann an jedes Elternbett angebracht werden und ermöglicht der müden Mama nächtliches Trösten/Stillen ohne aufzustehen. Es ist in drei verschiedenen Größen erhältlich und kann später als Möbelstück fürs Kinderzimmer (z.B. Spieltisch, Kinderbank) verwendet werden.
Wichtig ist auch, womit das Baby beim Schlafen zugedeckt wird. Als Vorsichtsmaßnahme gegen den plötzlichen Kindstod dürfen die Kleinen nicht überhitzt werden. Außerdem sollte man - sobald sie etwas mobiler sind - verhindern, dass sie sich die Decke über den Kopf ziehen. Ein Schlafsack ist daher empfehlenswert. Praktisch sind Mitwachsende (lassen sich an den Beinchen- mittels geöffneter Druckknöpfe - verlängern), z.B. von Petit Bateau.

 

2. Tagsüber

Will man einmal etwas zu Hause erledigen, kann es sehr hilfreich sein, den Zwerg kurzzeitig zu parken. Wippen sind da praktisch, weil man sie leicht von Zimmer zu Zimmer tragen kann und das Baby gut heraus sieht (besser z.B. als aus einem Stubenwagen). Anbieter gibt es mehrere: Die MacLaren-Wippe bietet beispielsweise den Vorteil, dass Vibrationen das Baby beruhigen können. Sie verfügt über einen abnehmbaren Spielbügel, einen Sicherheitsgurt und Sonnenschutz.

Für Mamas von "Traglingen" kann sich die geeignete Tragehilfe als echter Segen erweisen. Neben dem bewährten Baby Björn und Tragetüchern gibt es jetzt etwas Neues: das TragMich, eine Stoffbahn, die von zwei Ringen zusammengehalten wird. So erspart "mama" sich umständliches Knoten. Der Neuling liegt in dieser Tragehilfe in der gleichen Stellung wie im Bauch liegt. Vor allem für "Wiederholungstäterinnen" kann ein solcher Tragebeutel unentbehrlich werden, ermöglicht er es doch, die Hände für den/die Erstgeborene(n) frei zu haben.

 

3. Elektronisches

Sehr zur Entspannung beitragen kann die Anschaffung eines Babyphones. Bislang war ich allerdings im Hinblick auf den produzierten Elekrosmog wenig begeistert von diesen kleinen Wächtern. Die Firma vivanco hat mit ihrem Babyfon BM 440 ECO Plus eine echte Neuheit geschaffen: ein Gerät, dass praktisch frei von elektrischen und magnetischen Feldern ist (sehr gut im  Öko-Test). 


Die meisten Säuglinge frieren beim Wickeln oder nach dem Baden und schreien auch entsprechend. Hier kann ein Heizstrahler oder ein Heizlüfter wahre Wunder wirken: so kann man den Winzling auch im Winter bequem noch ein bisschen nackt strampeln lassen.

Ebenfalls sehr hilfreich, vor allem für Kinder, die zumindest ab und zu ein Fläschchen bekommen, sind Sterilisatoren. Aber auch Mütter von Stillkindern wissen es zu schätzen, wenn man nicht dauernd einen Kochtopf mit Schnullern am Herd hat. Dampfsterilisatoren arbeiten mit Wasserdampf; der neue iQ24 von AVENT hält sogar bis zu 24 Stunden steril. Sehr nervös kann eine "Flaschenmami" werden, wenn das lautstark geforderte Fläschchen viel zu heiß ist.  Der iQ Flaschenwärmer von AVENT passt die Erwärmzeit je nach Inhalt, Ausgangsmenge und Raumtemperatur an.

 

4. Ausgehen

Wer kennt sie nicht, die klassische Ausfahrtsgarnitur aus früheren Zeiten? Je nach Jahreszeit Woll- oder Baumwolljäckchen samt dazupassendem Mützchen, auch gestrickte Strampler waren nicht selten. Wohl kaum eine werdende Mama kommt heutzutage in Verlegenheit so etwas anzuschaffen, schon deshalb weil kaum eine werdende Oma mehr gut genug stricken oder nähen kann. Aber auch weil es viel praktischere (und mit chicere) Lösungen gibt. Alt bewährt ist mittlerweile auch für die Kleinsten der Overall. Man sollte darauf achten, dass er sich möglichst weit öffnen lässt (langer Reißverschluss!), damit man das Baby leichter verpacken kann.
Innovativ sind die Lösungen von Lodger. Diese Firma bietet verschiedene Einschlagdecken an, in die das Baby ruckzuck verpackt werden kann. Es gibt solche, die sich völlig auseinander schlagen lassen und daher später auch als Spieldecke verwendet werden können (Wrapper) und solche, die dank vorgesehener Öffnungen auch für Kinderwägen bzw Autositze gedacht sind (Bunker). Dank origineller Fleece-Stoffe sehen alle sehr süß aus.

 

Gleichermaßen für Baby und Mama bestimmt sind Wickeltaschen. Während man noch vor einigen Jahren nur die Wahl zwischen nichtssagend und kitschig  (Achtung: Bärchen!) hatte, gibt es jetzt einige Firmen die auf eine coole Optik setzten. Neu sind die Taschen von Lässig, die praktisches Innenleben und "Anti-Bärchen Look" vereinen.

 

5. Anziehen

Last but not least der Dauerbrenner Bekleidung. Hier ist nicht nur putziges Aussehen gefragt. Beachten sollte man folgendes:

  • Je kleiner das Kind, desto leichter sollten die Sachen an- und auszuziehen sein. Viele Neugeborene hassen wickeln (Kälte!) und brüllen entsprechend.  In einem solchen Fall wird man einen Body, der mit einer endlosen Knopfleise verziert ist, sehr bald hassen, auch wenn er noch so süß ist. Unpraktisch sind also z.B. Hemden oder Latzhosen für Neugeborene, auch von Rollkragenpullovern sollte man die Finger lassen. Gut ist alles, das sich schnell überziehen lässt z.B. Bodys und Strampler mit querverlaufenden Druckknöpfen. 
  • Wichtig ist auch die Stoffauswahl. Bodies sollten aus reiner Baumwolle sein, bei Stramplern ist ein geringer Polyesteranteil ok. Besonders weich und fein ist PIMA Baumwolle (z.B. von kissy kissy). Sie hat zwar ihren Preis, aber wer sie einmal angegriffen hat, spürt sofort den Unterschied zu herkömmlicher Baumwolle (einfach zur Geburt wünschen!). Achten sollte man auch auf die Waschbarkeit. Babykleidung, die nur kalt gewaschen werden darf, ist nicht wirklich praktikabel (aber erhältlich). Praktisch und süß, aber nur von wenigen Firmen (zB Sterntaler) erhältlich sind Strampelsäcke (kleine Babys fühlen sich darin geborgen und können ihre Füßchen gut  "spüren"!).
  • Die Frage wie viel, wo von, in welcher Größe ist schwierig zu beantworten. In der Regel brauchen Neugeborene Größe 56. Wenn der geplante Kaiserschnitt einige Wochen vor dem natürlichen Geburtstermin angesetzt ist, tut man gut daran sich auch Sachen in Größe 50 auf Lager zu legen. Allgemein gilt, je mehr man hat, desto weniger oft muss man waschen. Vor allem Kinder, die Milch spucken, muss man zig Mal täglich umziehen. Es kann also durchaus sinnvoll sein, Freundinnen mit älteren Kindern "anzuschnorren".

 

6. Babypflege

 Wohl für kaum eine Produktgruppe - außer für Babynahrung - wird soviel geworben wie für Pflegeprodukte für Babies. Dabei braucht man eigentlich fast keine. Wichtig sind Feucht- oder Öltücher (Achtung: manche "Billigsorten" kleben aneinander, das nervt), Windeln und Popo-Salbe. Babies brauchen keine Badezusätze oder Shampoos, da sie sich nicht wirklich schmutzig machen. Bei trockener Haut kann man einen Spritzer Olivenöl ins Badewasser geben. Überhaupt gilt: Lieber nicht zu viel baden. Falls der kleine Liebling schon Haare hat, kann eine Bürste nicht schaden.

 

Spielzeug

Ein Neugeborenes braucht eigentlich kein Spielzeug. Selbst Mobiles und Rasseln werden erst später interessant. Eine Ausnahme: Herztonfiguren (Stofftiere, die den Herzschlag im Mutterleib nachahmen, zB von Sterntaler) beruhigen kleine Schreihälse!

Denken Sie jetzt, als Erstlings-Mama, das ist alles ein wenig aufwendig und verwirrend? Dann kann ich Sie als arrogante "Wiederholungstäterin" beruhigen: Das ist erst der Anfang, richtig aufwendig und verwirrend wird es, wenn der ersehnte Nachwuchs den ersten Schrei getan hat. Trotzdem oder gerade deshalb: Glückwunsch - es liegt eine wunderbare Zeit vor Ihnen!

 

Checklist: Das Wichtigste im Überblick

  1. Schlafen: Bettchen oder Wiege, Schlafsack
  2. Tagsüber: Wippe, Tragehilfe
  3. Elektronische Hilfen: Babyphone, Sterilisator, Flascherlwärmer, Heizstrahler
  4. Ausgehen: Im Herbst und Winter Overall oder Einschlagdecke. Fußsack.Kinderwagen und Babyschale fürs Auto (kann bei Autofahrerclubs auch ausgeborgt werden!)
  5. Bekleidung: Leicht anzuziehende Bodies und Strampler.
  6. Pflege: Feuchttücher, Windeln und Creme.

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