Was fehlt uns noch?

Was fehlt uns noch?
Foto: FamVeld/Shutterstock / Author: Sarah Csokai


Der Termin für die Geburt rückt immer näher. Was aber, fragt sich wohl jede Mama in spe ratlos, fehlt noch für die Erstausstattung des Babys? NEW MOM hat sich unter erfahrenen Müttern umgehört!

Des Babys neue Kleider

Allgemeine Empfehlungen:
5-8 Bodys, 4-6 Strampler,
3-6 Paar Babysöckchen,
2 Pyjamas,
2 Schlafsäcke,
2 Jäckchen bzw. Overalls für draußen (angepasst an die Jahreszeit!),
2 Häubchen,
2 Paar Handschuhe. Im Winter Fußsack (idealerweise aus Fell oder Daunen).

Tipps von Moms:

Wie viel Gewand braucht ein Neugeborenes, und - das sorgt am häufigsten für Unsicherheiten - in welcher Größe? "Im Geschäft wurden uns acht Strampler in Größe 56 und zwei in 62 empfohlen", erzählt Steffi (27), die ihr erstes Kind erwartet. "Auf einer Internetseite habe ich gelesen, man solle ab Größe 62 bis 68 kaufen; auf einer anderen wiederum empfiehlt man Größe 56 bis 62. Ich bin jetzt total verwirrt …" Wie groß und schwer das Baby bei der Geburt genau sein wird, kann niemand sagen. "Wonneproppen von 56 bis 58 Zentimetern sind aber selten", gibt Hannah (36) Entwarnung. Sie erwartet im Sommer ihr zweites Baby.

"Die meisten Kinder messen um die 50 Zentimeter. Mein Sohn war 51, und da hätten deine Strampler vollkommen gereicht!" Alexia (43), dreifache Mom, fügt hinzu: "Anfangs ziehen die Zwerge ja die Füße an und passen meist auch mit 58 Zentimetern in Größe 56 rein". Umgekehrt könne aber Größe 56 viel zu groß sein: "Unsere Jüngste kam mit nur 47 Zentimetern zur Welt. Wir mussten für sie schnell Strampler in Größe 46 besorgen …"

Alexias Tipp: Nicht zu viel von einer Größe kaufen, sondern sich lieber Kleidung in der benötigten Größe nach der Geburt schenken lassen!

Schlaf, Kindlein, schlaf

Allgemeine Empfehlungen:
Gitterbett, Matratze,
2 Leintücher;
2 Schlafsäcke, ev. Stubenwagen und Baby- oder Federwiege, Babyphon, Nachtlicht.

Tipps von Moms:
Ob das Gitterbett ausreicht oder ein Stubenwagen, vielleicht auch eine Babywiege notwendig ist, hängt oftmals von den Wohnverhältnissen ab und ist auch eine Frage der individuellen Bedürfnisse. "Mit dem Stubenwagen kann ich das schlafende Baby immer in meiner Nähe haben", hebt Alexia hervor, "Ich würde das nicht missen wollen!". Hannah meint hingegen, dass die Kinder "nach sieben bis acht Wochen sowieso aus dem Stubenwagen herauswachsen". So lange hat sie in der Wohnung den Kinderwagen benutzt. Eine Alternative - auch zum Gitterbett - kann die Federwiege darstellen. Zur Familie der Hängematten zählend, lässt sie sich fast überall flexibel anbringen und gilt so als vollwertiger Schlafplatz - für zu Hause und für unterwegs.

"Meine Freundin schwärmt davon, dass ihr Baby überall eine vertraute Schlafumgebung hat", erzählt Steffi. Ob in Gitterbett oder Federwiege: Statt Polster und dicker Decken wird die Verwendung eines Schlafsacks empfohlen, weil das die Gefahr des plötzlichen Kindstods minimiert. "Ich fand anfangs auch ein Nachtlicht beim Stillen im Schlafzimmer recht praktisch, als das Kleine noch Probleme hatte, gleich den Busen zu finden", hat Alexia einen weiteren Tipp parat. Und "in Häusern ist ein Babyphon sehr praktisch!", fügt Hannah noch hinzu.

Rundum gepflegt

Allgemeine Empfehlungen:
Stoff- und/oder Wegwerfwindeln, Babybadewanne oder -eimer, Badethermometer, Kapuzenhandtücher, Creme für den Po, Nabelpuder, Waschlappen, ev. Wickelkommode, Wärmelampe, Wickeltasche, Feuchttücher.

Tipps von Moms:

"Wenn man genug Platz hat, ist eine Wickelkommode sehr praktisch, weil sie auch Stauraum bietet. Außerdem wird der Rücken beim Wickeln im Stehen weniger belastet", weiß Alexia. Hannah hingegen meint: "Ich fühle mich sicherer dabei, das Baby - mit einer Unterlage - auf Bett oder Sofa zu wickeln". Ihr Tipp: Wenn das Geld sowieso knapp ist, muss ja nicht alles sofort eingekauft werden. Merkt man dann etwa, dass man sich ohne Wickelkommode schwertut, lässt sich immer noch eine anschaffen. Selbiges gilt für Wickeltaschen & Co.: Oft reicht eine herkömmliche Tasche oder ein Rucksack mit mehreren Fächern.

"Vorteil der Wickeltaschen ist vor allem, dass sie nett aussehen und alles darin seinen Platz hat", bestätigt Alexia. Auch bei der Pflege gilt: Weniger ist am Anfang mehr. Eine Wundschutzcreme für den Po - zu verwenden, wenn eine Rötung vorliegt - und eventuell ein Babyöl fürs Eincremen nach dem Baden reichen im Grunde. "Shampoo und Badezusätze sind am Anfang unnötig", so Hannah. "Feuchttücher erweisen sich vor allem für unterwegs als praktisch". Und: "Bei der Babybürste darauf achten, dass die Borsten weich sind!"

Avent Philips Sterilisator für BabyflaschenGut gefüttert

Allgemeine Empfehlungen:
Fürs Stillen 1 Stillkissen, 2 Still-BHs, Stilleinlagen, ev. 1 Milchpumpe.
Falls Sie nicht stillen wollen Pre-Milchpulver, 4-6 Flaschen und Sauger, ev. Fläschchenwärmer, Sterilisator für Fläschchen.

Tipps von Moms:

Soll das Baby gestillt werden, so braucht es Milchpumpe und Fläschchen nur, wenn Mom öfter und länger ohne Baby unterwegs sein wird. "Wenn ich für zwei bis drei Stunden weg musste und meine Mutter oder mein Partner auf das Baby aufgepasst haben, habe ich einfach vor dem Weggehen noch einmal gestillt", erzählt Hannah. Ein Stillkissen sei hingegen eine praktische Sache: "Man muss sich nicht verkrampft irgendwo abstützen oder Unmengen von Kissen unterschieben". Still-BH und Stilleinlagen sind schon deshalb wichtig, weil die Milch oft unerwartet, etwa beim Einkaufen, einschießt.

Einen Sterilisator sehen viele Frauen als wenig notwendige Anschaffung an - sie kochen Fläschchen und Sauger einfach in einem Topf ab. "Ich hab mir auch erst beim zweiten Kind einen zugelegt, weil ich mit dem Sterilisator einen viel geringeren Wasser- und Energieverbrauch habe",erklärt Alexia. "Wichtig ist auch Reinigungszeug für das Fläschchen, also Bürste und Spülmittel. Dann habe ich noch eine Thermosflasche, damit ich unterwegs eine frische Flasche zubereiten kann".

KinderwagenEntspannt unterwegs

Allgemeine Empfehlungen:
Kinderwagen plus Zubehör (z. B. Sonnenschirm, Regenschutz), ev. Babytragetuch oder Tragesystem, guter Autobabysitz.

Tipps von Moms:

Auch was die Fortbewegung mit Baby betrifft, hat wohl jede Mami ihre eigene Vorstellung von nötig oder unnötig. "Ist man viel in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, sollte man darauf achten, dass der Kinderwagen nicht zu schwer ist", empfiehlt Alexis: „Dreiräder sind ,kippliger‘, etwa beim Einsteigen in Busse". "Ganz wichtig ist auch, vorher auszuprobieren, ob der Kinderwagen ins Auto passt!", ergänzt Hannah. "Zu kleine Tragetaschen oder Liegeschalen sind aber wenig zweckmäßig, denn da passen Kinder mit fünf Monaten kaum noch rein …" Von einem Kinderwagengestell, auf das sich der MaxiCosi aufsetzen lässt, halten beide Moms wenig: "Der MaxiCosi ist fürs Auto wichtig, aber die Kids sollten so kurz wie möglich in der Schale sein - Shoppingtour würde ich nicht damit machen", hält Alexia fest. Vielleicht doch ein Kombi-Kinderwagen?

Baby BauchtrageDer werde, so die erfahrenen Mütter, oftmals nicht wirklich genutzt, weil er unkomfortabler sei als ein Buggy. Wer allerdings gerne "offroad" mit dem Nachwuchs spazieren geht, wird wiederum mit einem Buggy nicht glücklich sein. Hier braucht es große, gut gefederte Reifen. Hannah: "Als Schutz vor Wespen & Co. ist im Sommer ein Moskitonetz für das Wagerl super!"Schwankt Mom in spe zwischen Babytragetuch oder Bauchtrage, tut sie gut daran, vor der Anschaffung auszuprobieren, womit sie besser zurechtkommt. Vielen Frauen ist das Tragetuch viel sympathischer, weil sie es von Anfang an benützen können. "Es lässt sich ja optimal an Träger und Baby anpassen", schwärmt Hannah. Alexis hingegen räumt ein, dass sie total ungeduldig und daher mit dem Tuch nicht zurechtgekommen sei. "Ich hab mir dann eine Bauchtrage gekauft und bin zufrieden damit!".

Fotos: Hersteller




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