Babys erste Schuhe - wichtige Tipps

Babys erste Schuhe - wichtige Tipps
Foto: Shutterstock/Dmitry-Lobanov / Author: Elisabeth Sorantin


Natürlich sind Mini-Ballerinas und winzige Siebenmeilenstiefelchen süß! Das reicht aber leider nicht als Auswahlkriterium für Babys Lauflernschuhe. Denn die sind ein Hochleistungssportgerät und von entscheidender Bedeutung für die korrekte Entwicklung von Fußgewölbe und Fußstellung NEW MOM listet auf, worauf es ankommt.

Alle Babys haben Plattfüße. Schließlich führt der Weg zum Fußgewölbe über das Training der Fußmuskulatur. Im Liegen und Sitzen passiert da nicht viel. Den Startschuss geben die ersten Steh- und Laufversuche. Beim Barfußlaufen kann sich der Fuß frei und ergonomisch korrekt bewegen, der Boden liefert interessante Stimuli für die Muskeln, die lernen, sich dem jeweiligen Untergrund blitzschnell anzupassen. Nun gibt es aber Situationen, in denen Barfußlaufen keine Option ist und die kleinen Füße Schutz brauchen. Zeit für das erste Paar Schuhe!


SIND DIE SCHUHE GROSS GENUG?

Schützen, stützen und ja nicht stören: Das ist der Auftrag. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gilt es zuerst einmal die richtige Passform zu ermitteln: Zwischen Zehen und Schuhspitze sollte ein Fingerbreit Abstand sein. Das korrekt festzustellen ist leichter gesagt als getan. Dass der Test nur im Stehen und bei belastetem Fuß funktionieren kann, leuchtet ein. Bringt nur leider nichts, wenn Junior die Zehen einkrallt, was Kinder in diesem Entwicklungsstadium gerne tun. Also besser die Innensohle aus dem Schuh nehmen und das Kind daraufstellen, das schafft Klarheit.


LÄNGE IST NICHT ALLES

Die Zehen müssen genügend Platz haben, um sich ungehindert bewegen zu können und das Abdrücken zu lernen. Ein guter Schuh stellt den nötigen Freiraum zur Verfügung und engt den Vorfuß nicht ein. Damit jedes Baby den passenden Schuh bekommt, bieten hochwertige Hersteller Kinderschuhe auch in verschiedenen Breiten an: schmal, mittel oder weit. Zudem muss die Sohle im Bereich des Vorfußes biegsam sein, damit der Fuß abrollen kann. Manche Hersteller erleichtern dies noch, indem sie der Sohle Querrillen verpassen. Gummi- oder Ledersohle? Das hängt vom Untergrund ab, auf dem die Schuhe zum Einsatz kommen. Zwei Extrembeispiele zur Illustration: Gummisohlen auf Teppichboden bremsen, Ledersohlen auf Parkett rutschen.

FESTE FERSE

Anders sieht es am rückwärtigen Ende aus: Die Ferse braucht festen Halt. Ein geeigneter Schuh ist knöchelhoch und sichert die korrekte Position der Ferse. Korrekt heißt: gerade, weder nach innen noch nach außen geneigt. Das beugt Fehlstellungen vor und mehr. Die Ferse ist im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament der korrekten Aufrichtung vom Scheitel über die Beckenstellung bis zur Sohle - Ferse gut, alles gut!


INNENLEBEN

Wenn der kleine Fuß im Schuh schon keinen direkten Bodenkontakt mehr haben kann, so sollte ein leicht geformtes Fußbett zumindest einige Reize für die Fußsohle liefern. Sie wartet begierig darauf!


GUTES KLIMA

Leder ist unschlagbar, wenn es um ein gutes Fußklima geht. Das natürliche Material kann atmen, der Fuß muss weder schwitzen noch frieren, Pilzen und Bakterien wird der Aufenthalt verleidet, kurz: Müffelfüße werden vermieden!

ABER DIE OPTIK ...

Wer sagt denn, dass funktionelle Schühchen nicht hübsch sein können? Das sind sie zweifellos, der Preis ist es allerdings auch: Mit 70 bis 100 Euro muss man schon rechnen. Sehen Sie das aber als Investition in die Zukunft: besser das Geld in gute Lauflernschuhe anstatt später in orthopädische Einlagen stecken. Und nein, das Nachtragen von Schuhen älterer Geschwister ist keine gute Idee, da jeder Fuß anders ist. Maximal ist das bei den eingangs erwähnten "Fotoschuhen" zulässig - Ballerinas und dergleichen, die sich hübsch auf Familienbildern machen, aber nicht alltagstauglich sind. Ansonsten heißt es: Mit guten Schuhen ist leicht Laufen lernen!


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