Familienurlaub einmal anders

Familienurlaub einmal anders
Foto: shutterstock/Monkey Business Images


An oberster Stelle des familiären Reise-Wunsch-Programmes steht sicher Abwechslung und raus aus dem Alltag, denn wenn es im Urlaub genauso hergeht, wie zu Hause, kann man gleich auf der eigenen Couch die Ferienzeit absitzen. Ein Alles-Inklusive Club als Reiseziel mag sich beim Durchblättern diverser Prospekte als durchaus familientauglich anbieten. Doch nach spätestens zwei Urlauben dieser Art, weiß man, dass in allen Hotels mit diesem Angebot, im Grunde immer das gleiche Vergnügungsprogramm geboten wird. Also, was bleibt zur Alternative? NEW MOM hat sich schlau gemacht, wie man seine Ferien einmal anders gestalten kann und trotzdem alle ihren Spaß finden!

 
Ferien mit dem Hausboot:

Auf den schönsten Kanälen entlang wunderschöner Landschaften, in vielen Gebieten Europas, werden Reisen dieser Art angeboten. Man ist vollkommen unabhängig, hat sein eigenes "schwimmendes Haus", kann jederzeit anhalten und an Land Ausflüge unternehmen. Birgit Wemas, 3-fache Mutter: "Wir haben letzten Sommer eine Hausbootreise am Fluss Charente in Frankreich unternommen. Obwohl ich anfangs skeptisch war, hat es meiner gesamten Familie Riesen Spaß gemacht. Unsere Jüngste ist sechs, aber auch sie hat es schon sehr genossen. Sinnvoll ist sicher, Fahrräder dabei zu haben, die kann man jedoch bei der Abfahrtstation mieten. Man muss auch kein Schiffspatent besitzen, um mit der Technik  zu recht zu kommen. Nächstes Jahr wollen wir zu Ostern in den Niederlanden herumschippern!"

"Hausbootfahren ist", so Martin Hinterhofer, Geschäftsführer von Österreichs Hausbootsspezialisten Terramarin, "so leicht wie Autofahren. Das Steuern erfolgt ebenfalls mittels Lenkrad, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei etwa 10 km/h. Nach einer kurzen Einweisung durch den Mechaniker kann man schon lostuckern. Ein Bootsführerschein ist nicht erforderlich".

Zu den beliebtesten Zielen der österreichischen Freizeitkapitäne zählen Frankreich, mit dem umfangreichsten Angebot, Niederlande, Irland und Großbritannien. Diese Länder bieten auch die beste Infrastruktur für den Hausbooturlauber - ausreichend Anlegeplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Bei den versierteren Hobbyschiffern erfreuen sich auch Deutschland (teilweise Führerscheinpflicht) und Italien zunehmender Nachfrage.
Die Hausboote machen ihrem Namen alle Ehre, denn sie sind tatsächlich schwimmende kleine Einfamilienhäuser.
Verschiedene Bootstypen bieten Platz für zwei bis zwölf Personen, mit unterschiedlicher Raumaufteilung. Duschen mit Warm- und Kaltwasser, komplett ausgestatteter Küche und viel Stauraum. Vom Besteck und Geschirr bis zur Bettwäsche steht alles Notwendige an Bord bereit. Daneben beinhaltet die Miete auch die Einweisung am Abfahrtstag, ausführliche Reiseunterlagen und einen Pannenhilfsdienst.

Nähere Infos:

Dertour - Bootstouren und Segeltörns,
Dertour - Sport- und Aktivurlaub 

www.terramarin.com

 



Kanufahrt Familie
Foto: PantherMedia/mac_sim

Kanutour:

Wem ein Hausboot zu groß ist und lieber einmal auf Winnetous Spuren wandeln möchte, kann dies ja mit einem Kanu versuchen. Zwar nicht ganz stilecht in Tschechien, Schweden oder Norwegen, statt im Wilden Westen, aber mindestens ebenso schön. Elisabeth Gunkel aus Salzburg erzählt: "Mein Mann ist Schwede und wollte uns schon immer seine Heimat etwas näher bringen. Mit unseren Kindern, 7 und 9 Jahre alt, haben wir eine Kanutour von Grunnerud nach Bengtsfors unternommen. Ausgangspunkt und Ziel einer Tagesfahrt war ein Camplager in Grunnerud, das man bequem von Göteborg aus, erreichen konnte. Wälder, Berge und Seen dominieren diese Landschaft. Man sitzt auch nicht ausschließlich im Paddelboot, sondern geht auch mal an Land und erkundet Schlösser, Burgen, Wälder und Kleinstädte. Jetzt kann ich meinen Mann noch viel besser verstehen, dass er öfter Heimweh hat!" Geeignet für Kinder ab 6 Jahren.

Nähere Infos:
Dertour-Sport und Aktivurlaub

 

Radtour:

Wer sich eher zu den Landratten zählt und mit seinen Kids lieber auf zwei Rädern die Welt erkunden möchte, kann diesen Traum auf einer der zahlreichen Radrouten Europas, ausleben. Sabine Erkel aus Wien: "Ich bin Alleinerzieherin von siebenjährigen Zwillingen und habe nicht so viel Geld, um mit meinen Kindern eine teure Flugreise zu unternehmen. Eine Radtour war im letzten Sommer die beste Idee und hat sich wirklich bewährt. Mit meinem Bruder und seiner Familie haben wir in Deutschland geurlaubt und im Zuge dessen, ein Familien-Bike-Tour-Wochenende durch den Schwarzwald unternommen".

Für Kinder ab 6 Jahren gibt es spezielle Kindertouren, die sich über 10 bis 25 km erstrecken und ganz auf das Niveau der Kinder angepasst sind. Die Unterbringung erfolgt in einem Vier-Sterne Hotel. Falls die Kinder einmal lieber im Hotel bleiben, statt mit den Eltern radeln wollen, kein Problem - im Hotel gibt es dafür eine eigenen Kinderbetreuung. Mit größeren Kids kann man auch eine Gesamtstrecke von 45 bis 75km zurücklegen. Freitags reist man bequem mit Zug oder Auto an und fährt dann nach einer ausführlichen Tourenbesprechung in der Gruppe und den zur Verfügung gestellten Fahrrädern durch die wunderschöne Landschaft des Schwarzwaldes.
Sabine Erkel und ihre Kids waren begeistert: "Sebastian und Nina sprechen heute noch von diesem Abenteuer. Nächstes Jahr wollen wir eine Flussfahrt mit einer Radtour kombinieren!"


Weitere Möglichkeiten für Radtouren:

Auch in  Polen oder Dänemark und Italien kann man entlang wunderschöner Seen, die Natur genießen.
Wer es lieber klassisch bevorzugt, der ist am Donauradweg bestens aufgehoben. Der Radweg ist durchgehend ausgebaut, mit ausgezeichneter Infrastruktur, führt meist direkt entlang des linken und rechten Fluß-Ufers und ist durchwegs flach ohne nennenswerte Steigungen. Die ideale Radroute für Einsteiger und Kinder. In der Slowakei und Ungarn wird zum Teil auf verkehrsarmen Nebenstraßen geradelt.


Nähere Infos:

Dertour: Sport- und Aktivurlaub
www.dertour.de/aktivurlaub
www.radreisen.at


Hüttenzauber:

Wenn der Berg ruft, dann muss ein Urlaub in luftiger Höhe einfach eingeplant werden. Damit das auch so richtig urig hergeht, sollte man sich doch gleich eine Hütte mieten und ein paar Tage abseits der Zivilisation, zum ursprünglichen Leben zurückkehren. Katrin Wimmer aus Baden/Wien hat jedenfalls nur positive Erinnerungen an ihren letzten Familienurlaub dieser Art: "Wir wollten so etwas schon länger machen, die Kinder (5 und 8 Jahre) waren zwar zunächst skeptisch, den Urlaub nicht am Meer, sondern in den Bergen zu verbringen, aber letztendlich hatten sie einen Riesen-Spaß. In Salzburg haben wir uns mit einem befreundeten Paar und seinen beiden Kindern (4 und 6 Jahre) eine Selbstversorgerhütte auf 1400 m Seehöhe gemietet. Die Hütte war bestens ausgerüstet, mit Dusche und WC. In der Umgebung gab es drei Fischteiche und der nächste Ort, mit Einkaufsmöglichkeiten, war drei Kilometer entfernt. Den Kindern war nie langweilig, es gab so viel zu entdecken, zu kraxeln und zu beobachten, wir sind natürlich auch viel gewandert. Wir Erwachsenen haben uns wunderbar erholt, weil man einfach durch nichts abgelenkt wird!"

Infos:

www.huettenpartner.at



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